Vor Ort

Die drei französischen Ordensschwestern Martine, Marie-France und Marie-Bernadette kamen 1997 nach Graneros, um sich um die Straßenkinder zu kümmern. Sie begannen mit der Betreuung der Kinder vor und nach der Schule und versuchen, sie vor den größten Risiken zu schützen:
- Verlassen des Schulsystems
- Kontakt mit Drogen und Alkohol
- Abgleiten in die (Beschaffungs-) Kriminalität
- familiäre Gewalt
- sexuelle Übergriffe und Missbrauch

Die Kinder kommen oft aus den ärmlichsten Verhältnissen und wachsen häufig ohne ein Mindestmaß an Hygiene auf.
Die Schwestern des Ordens Sainte Croix de Jérusalem
- kochen und essen mit den Kindern,
- basteln und spielen mit ihnen,
- betreuen die Hausaufgaben,
- besuchen die Familien,
- begleiten Arztbesuche ... und sind Ansprechpartner für die vielen großen und kleinen Nöte der Kinder.

Als wir im Jahre 2002 von dem Projekt hörten, arbeiteten die Schwestern mit den Kindern übergangsweise und notdürftig in den Räumen der lokalen Schule, da das vorherige Gebäude den Hygiene- und Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügte. Das Drängen der Stadtverwaltung, diese Räume wieder zu verlassen, wurde immer lauter.

Bereits 2001 überließ die Stadt den Schwestern ein Grundstück. Ein lokaler Unternehmer unterstützte den Beginn des Rohbaus eines neuen Hauses zur Betreuung der Kinder.

Aber: Im Sommer 2002 ging das Geld aus.

Und das Bauvorhaben wurde nicht nur gestoppt, es verschlang auch noch Geld, da die Baustelle bewacht werden musste. In dieser Situation entschlossen wir uns in 2003, den Verein GranerosKids e.V. zu gründen, der seit Dezember 2003 als gemeinnützig anerkannt ist.

Schon in der Anfangszeit erfuhren wir grosse Unterstützung. So übernahm z.B. die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Begerow und Partner die unentgeltliche Betreuung in Steuer- und Finanzangelegenheiten. Erste Spenden kamen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis in Deutschland und Frankreich, bis die Weihnachtsaktion "Spenden statt Geschenke" des Fotostudios KD Busch in Stuttgart eine wahre Kettenreaktion auslöste.

Dank der grossen Spendenbereitschaft konnten zu Beginn des Jahres 2004 die Arbeiten am Haus wieder aufgenommen werden. Im Mai 2005 konnte das Haus auch offiziell eingeweiht werden.
Seither finanzieren wir zwei Erzieher - Barbara und Julio - sowie deren Aktivitäten mit den Kindern vor Ort.